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Quo vadis Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik im LDK?

Videokonferenz Screenshot

Tauschen sich zu brennenden Themen online aus: Die Mitgliedsbetriebe der SHK-Innung Dillenburg und ihre Partner aus Politik und Wirtschaft. Screenshot: Alexandra Hess

SHK-Innung Dillenburg lädt zum 2. ZDF-Studio ein / Thema: „Corona, wie geht die Branche damit um?“ / Aktuelles und Aussichten

Die Innung Sanitär-Heizung-Klima Dillenburg hat eine Plattform geschaffen, die ihre Mitgliedsbetriebe mit Vertretern aus Politik und Handel sowie Kooperationspartnern zusammenbringt. 2019 hieß diese Plattform Top-Info-Tag. Im Corona-Jahr 2020 heißt sie Zahlen-Daten-Fakten-Studio, kurz ZDF und läuft online. Das Treffen mit knapp 40 Teilnehmern trug den Titel „Corona, wie geht die Branche damit um“. Mit kurzweiligen Beiträgen war es eine Art Momentaufnahme aus der Krise: Veränderungswille, Chancen und hoffnungsvoller Nachwuchs auf der einen Seite, Unsicherheiten und trübe Aussichten auf der anderen. Moderator des Onlinemeetings war Obermeister Frank Kauferstein.

Zuerst die schlechten Nachrichten
Das Kreuz mit den Reiserückkehrern: Sebastian Hoffmanns, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, referierte über das Thema „Wie gehe ich als Unternehmer mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten um?“ Hilfreich war Hoffmanns‘ Hinweis, dass der Arbeitnehmer die Mitarbeiter schriftlich vor Reiseantritt über die Konsequenzen belehren sollte. Doch herrscht bei dem Thema nach wie vor rechtliche Unsicherheit, etwa was Zuständigkeiten bei Lohnfortzahlungen angeht. Dies musste ein Teilnehmer der SHK-Onlinerunde, bzw. sein Mitarbeiter leidvoll erfahren.

Düstere Aussichten: Landrat Wolfgang Schuster zeichnete in seinem Grußwort ein düsteres Bild. Im Lahn-Dill-Kreis gäbe es 25 Prozent mehr Arbeitslose gegenüber dem Vorjahr. 40.000 von 96.000 Arbeitsplätze wären aktuell in Kurzarbeit angezeigt (Stand: Mitte September). „Die Wirtschaft ist uns um die Ohren geflogen in einer Dynamik, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, so Schuster. Das Handwerk profitiere aktuell noch von einer guten Auftragslage, doch es gäbe weniger Bauanträge und folglich bald auch weniger Arbeit fürs Handwerk. Überdies rechnet der Landrat 2021 mit zahlreichen Insolvenzen.

Und jetzt viele gute Nachrichten
Mehr Förderungen: Aktuell gibt es unglaubliche viele Förderungen – einerseits für (potenzielle) Kunden der SHK-Betriebe (Beispiel: Förderung von Blockheizkraftwerken in kleineren Objekten), andererseits für die Betriebe an sich (Beispiel: Digitalisierung). Für die Verbraucher will das Klimaschutzmanagement des Landkreises in Kürze Informationen im Web bereitstellen zu Förderungen bzw. den Ansprechpartnern.

Aktuell gut gefüllte Auftragsbücher: Herrschte zu Beginn der Corona-Krise noch große Unsicherheit, weil Aufträge verschoben wurden, haben die Betriebe der SHK-Innung Lahn-Dill aktuell gut bzw. sehr gut gefüllte Auftragsbücher, berichtete Kauferstein in seinem Bericht als Obermeister.

Hoffnungsvolle Ausbildungszahlen: Die Ausbildungszahlen im Gebiet der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill sind aktuell stabil: „Das heißt, wir können sie im Durchschnitt auf hohem Niveau halten, während im Kammerbezirk die Zahlen um etwa zehn Prozent gesunken sind“, berichtet der stellvertretende Obermeister Stefan Zienert. Ein wichtiger Baustein sei hier der Azubiguide.

Azubiguide macht Schule: Der Azubiguide ist eine Ausbildungsinitiative der Kreishandwerkerschaft. Hier werben geschulte junge Auszubildende in den Schulen für ihren Beruf. Die jüngere Generation begeistert so die noch jüngere Generation für eine Ausbildung im Handwerk. Insbesondere der SHK-Innung Dillenburg gelingt der Aufbau der „Facharbeiter von morgen“ sehr gut. Möglich machte dies auch der Imagewechsel. „Weg vom angestaubten ‚Gas, Wasser, schöne Bäder‘ hin zu komplexer Gebäudeenergietechnik, Leitsystemen und unter Zuhilfenahme digitaler Technik“, so Frank Kauferstein.

Ausgezeichnete Karriere mit Lehre: Zu Besuch im ZDF-Studio war auch Simon Dorndorf. Der frisch gebackene Anlagenmechaniker-Geselle hat sich im Bundesleistungswettbewerb mit dem dritten Platz für die Teilnahme an der Europäischen Meisterschaft qualifiziert und hat Ziele: Auf zur Weltmeisterschaft und dann seinen eigenen Meister machen.

Im Dialog mit der Jugend: Die Gedanken, die sich heute jungen Menschen aus der Bewegung ‚Friday for future‘ sollte man sich anhören, mit ihnen in Dialog gehen, diskutieren und auch so manchen Gedanken denken und danach handeln“, sagte der stellvertretende Obermeister Stefan Zienert. Die SHK-Innung Dillenburg steht in Dialog mit Matthias Schneider von der Bewegung „Fridays for Future“. Doch damit nicht genug: Aktuell absolviert der junge Mann ein freiwilliges soziales Jahr beim Klimaschutzmanager des Landkreises, Ingo Dorsten.

Partnerschaften bewähren sich: Ob Schule, Kreishandwerkerschaft, Kreisverwaltung oder Landesverband, ob Handels- oder Geschäftspartner – der Aufbau und die Pflege des Netzwerks vor Corona hat sich nun in der Krise bewährt. Informationen flossen schnell, Ansprechpartner für die in der Krise aufkommenden Fragen standen frühzeitig zur Verfügung.

Energiechecks für die Bürger: Nach dem ersten Corona-Schock kamen vermehrt Bürgeranfragen zu den unterschiedlichsten Energiethemen wie etwa Heizung und Photovoltaik. Daraus entwickelten das Klimaschutzmanagement des LDK in Kooperation mit den Kommunen Energiechecks als erste Anlaufstelle für Fragen wie „Ist eine PV-Anlage sinnvoll?“, „Ist der Heizungsverbrauch angemessen?“, etc. Sodann gibt es Hinweise und Links unter anderem auf die „Klimawende“-Umsetzer: die SHK-Innung.

Fazit zur Veranstaltung: „Man merkt, dass die Innungsarbeit bei euch gelebt wird. Ihr kümmert euch um unsere brennenden Themen“, sagte der stellvertretender Kreishandwerksmeister Andreas Groß in seinem Schlusswort.

Text Alexandra Hess, Textwerkstatt

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Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Dillenburg
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